Schubart Gymnasium Aalen
Partnerschule für Europa
Die Fürstengruft
Da liegen sie, die stolzen Fürstentrümmer,
Ehmals die Götzen ihrer Welt!
Da liegen sie, vom fürchterlichen Schimmer
Des blassen Tags erhellt!
Die alten Särge leuchten in der dunklen
Verwesungsgruft, wie faules Holz,
Wie matt die großen Silberschilde funklen!
Der Fürsten letzter Stolz.
Entsetzen packt den Wandrer hier am Haare,
Gießt Schauer über seine Haut,
Wo Eitelkeit, gelehnt an eine Bahre,
Aus hohlen Augen schaut...
Christian Friedrich Daniel Schubart Curriculum Vitae
1739 26. März: Schubart wird in Obersontheim als Sohn eines Pfarrvikars und Kantors
geboren
1740 Familie nach Aalen
1753-56 Besuch des Gymnasiums in Nördlingen
1756 Schule in Nürnberg
1758 Oktober: Beginn des Theologiestudiums in Erlangen. Im Schuldgefängnis
1760 Frühjahr: Zurück nach Aalen, Unterstützung des Vaters als Kantor und Prediger, auch
Hauslehrer in Königsbronn
1763 Oktober: Lehrer in Geislingen
1764 10. Januar: Eheschließung mit Helene Bühler
1766 Die Baadcur, Gedichte
1767 Todesgesänge, Gedichte
1769 Nach Ludwigsburg als Organist und Musikdirektor, Tätigkeit als Musiklehrer
1773 Entlassung aus dem Dienst und Landesverweisung wegen Ehebruchs am 21. Mai durch
Herzog Karl Eugen von Württemberg.
1773/74 In Heilbronn, Mannheim, Heidelberg, Schwetzingen, München.
Erster Schlaganfall .
1774 31. März: Gründung der Deutschen Chronik in Augsburg.
2. Mai: Nach dem Verbot in Augsburg erscheint das Blatt in Ulm.
1775 Neujahrsschilde in Versen, Gedichte
Ausweisung aus Augsburg, Übersiedlung nach Ulm.
Leben Klemens XIV., Römischen Papsts, Biographie
1776 1. Juni: Leben des Freiyherrn von Ickstadt, Churfürstl. Bairischen Geheimden Raths,
Biographie
1777 23. Januar: Entführung durch Klosteroberamtmann Scholl aus Blaubeuren auf Befehl Karl
Eugens, ins Gefängnis auf dem Hohenasperg bei Ludwigsburg .
1778 26. Juni: Besuch Johann Kaspar Lavaters und des Pfarrers und Schriftstellers
Philipp Matthäus Hahn.
Beginn der Arbeit an Leben und Gesinnungen
1781 Besuch Schillers
Die Chronik stellt ihr Erscheinen ein.
1785 Gedichte aus dem Kerker
Sämtliche Gedichte
1786 Friedrich der Große. Ein Hymnus
1787 11. Mai: Entlassung aus der Haft.
Anstellung als Theaterdirektor und Hofdichter in Stuttgart.
Juli: Fortsetzung der Chronik als Schubarts Vaterländische Chronik.
1788 Franz von der Trenck, Pandurenobrist, Biographie
1789 Neujahrswünsche für das Jahr 1790, Gedichte
1791 Leben und Gesinnungen
10. Oktober: Schubart stirbt am Schleimfieber.
1793 Die Chronik stellt endgültig ihr Erscheinen ein.
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Kurze Kommentare zur Illustrierung des Lebens Schubarts:
(Harenberg, Lexikon der Weltliteratur, 1995)
(Harenberg. a.a.O.)
(Schubarts Werke in einem Band, Weimar 1962, Seite 5)
(Schubarts Sohn Ludwig, zitiert in Christian Friedrich Daniel Schubart,
Ausgewählte Schriften, Stuttgart 1929, Seite 11)